Impressionen


Cazis, 02.07.2017

 

Was erwartet man eigentlich, wenn man sich für den «Schweizer Autofahrer des Jahres» anmeldet und schliesslich zum Fahrtraining gebeten wird? Diese Frage stellen die beiden Instruktoren in die Runde. Zuerst zögern die Teilnehmer. Ehrliche, wenn auch protzige Antworten wären «ich möchte den Golf GTI gewinnen», oder «ich bin überzeugt, dass ich besser fahren kann als die anderen»! Doch die gut durchmischte Gruppe zeigt Sportsgeist. So ist es vor allem der Grenzbereich, der die meisten reizt. Sie möchten wissen, wie man korrekt reagiert oder diesen am besten gleich ganz abwendet. Die Instruktoren schmunzeln merken an, dass am Abend darüber diskutiert wird, welcher Grenzbereich genau man erreicht hat.

 

Übungen wie die Notbremsung oder der Slalom lockt die Teilnehmer noch nicht gross aus der Reserve. Dennoch kommt manch einer buchstäblich in Schleudern: Sei es wegen Heckantrieb, oder weil die schlechteren Reifen fälschlicherweise auf die Hinterräder montiert wurden. Doch alles halb so wild! Es zählt nicht der erste Durchgang, sondern der persönliche Fortschritt. Die Instruktoren geben schliesslich jedem Tipps, wie er sich beim nächsten Durchgang verbessern kann.

 

Die bewässerte Kreisbahn und die Rutschplatte, auf welcher das Ausbrechen des Hecks provoziert wird, sind schon deutlich anspruchsvoller. Hier wird deutlicher, wer ernsthaft an sich arbeitet und die Anweisungen der Instruktoren befolgt, oder bloss den Plausch hat, wenn er vom eigenen Heck überholt wird.

 

Letztendlich lagen alle Teilnehmer recht nahe beieinander und alle konnten etwas aus dem Tag mitnehmen. Am Ende sind sich ausserdem alle einig: Die Grenze, die an diesem Tag überschritten wurde, war eindeutig die eigene und nicht jene des Autos!

 

Am Ende durchsetzen konnten sich Edgar Bruhin auf Chevrolet Silverado, Sabrina Matsumara auf Seat Ibiza, Pascal Wedam auf Audi A6 sowie Patrick Hofstetter auf Subaru WRX STi. Wir wünschen den Siegern jetzt schon viel Erfolg beim Finale am 1. Oktober in Stockental!

 

Text und Fotos: Koray Adigüzel