Impressionen


Lignières, 28.05.2017

Und weiter geht's ... Was kann mein Auto und was nicht? Wo sind meine Grenzen und die meines Autos? 16 weitere Autofahrer und eine -fahrerin kennen dank dem Fahrtraining in Lignières die Antwort auf diese Fragen. Mittlerweile ist die Aktion "Schweizer Autofahrer des Jahres" von TCS und auto-illustrierte in der vierten Runde angelangt.

 

Zwei Kandidatengruppen haben am Sonntag 28. Mai 2017 erneut eine Vorausscheidung absolviert. Brems- und Ausweichmanöver, Über- oder Untersteuern: Auf dem abgesperrten Parcours kann man sich auf den nassen Pisten mit reduzierter Haftung an die Grenzen herantasten und sie auch mal überschreiten. Ganz besonders fies ist unterschiedliche Haftung links und rechts. Das kann am Lenkrad schon mal zu Schweissausbrüchen führen.

 

Auch alte Hasen können immer etwas dazulernen. Gleich Gas geben durften die Probanden aber dann doch nicht. Sie mussten erst im Theoriesaal Platz nehmen und den beiden Experten zuhören. Es ist auch für Profis nicht verkehrt, gewisse Zusammenhänge mal wieder erklärt zu bekommen, insbesondere, wenn die Fahrprüfung oder der letzte Fahrlehrgang schon eine Weile zurück liegt. Denn die Physik bietet immer noch die gleichen Gefahren, auch wenn sich die Technik in den letzten Jahren verändert hat.

 

Die Kriterien, auf die die Instruktoren Daniel Hoffmeyer und Adi Liechti sowie die beiden VSR-Experten Philippe Desarzens und Alex Da-Rin achten, betreffen nicht nur Fahrkönnen, Lernfähigkeit und Kursfortschritte. Selbst die Fahrzeuge der Teilnehmer wurden angeschaut, ob sie gepflegt und verkehrstüchtig sind. Wer mit abgefahrenen Pneu antritt, hat keine Siegeschancen. Aber auch der Umgang mit anderen Kursteilnehmern sei wichtig, sagen Hoffmeyer und Liechti. Erneut betonen sie, dass Strassenverkehr schliesslich Teamarbeit sei, ein kollegiales Miteinander mache alles viel einfacher und sicherer. Aber das vergessen viele Autofahrer immer wieder, unsere Kursteilnehmer hoffentlich nicht.

 

Alle Teilnehmer haben neue Erfahrungen gewonnen, vier kommen weiter. In der Gruppe aus der Romandie hatten Guillaume Légeret aus La Tour-de-Trême (Ford S-Max) und Philippe Weber aus Villeneuve FR (Ford Kuga) die beste Leistung erbracht. Die beiden Sieger der Deutschschweizer Gruppe heissen Roger Lanz aus Arch (Opel Corsa) und Joël Hirlemann aus Biel (Audi S3). Die vier Piloten werden beim Final am 1. Oktober 2017 in Stockental zusammen mit den Siegerinnen und Siegern der anderen Vorentscheidungen um den ersten Preis kämpfen: ein Jahr gratis VW Golf GTI fahren.

 

Auch wer keinen Preis gewonnen hat, nimmt viele neue oder aufgefrischte Erfahrungen von Lignières nach Hause, welche vielleicht einmal einen Unfall verhindern können.

 

Text und Fotos: Stefan Fritschi